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Meinungen, Philosophien, Fakten, Tipps zum Messegeschehen
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Nur auf der Messe: Das Unternehmen ist "anfassbar"
Mit Informationen und Produktbewerbung allein kann ein Unternehmer die Zielgruppe oft nicht intensiv genug erreichen. Die Zielgruppen sollten vielmehr ganzheitlich - als Fachperson einerseits und als privates Individuum andererseits – angesprochen werden.
Das „einzigartige Produktversprechen“ sollte eingebettet sein im „einzigartigen Image“ des Unternehmens. Denn das positive Image des Unternehmens ist ein weit besseres Instrument, Vertrauen – auch in ihr Produkt - aufzubauen. Hier bietet sich der Messestand als neutraler „dritter Ort“ der Begegnung optimal an. Denn hier geschieht echte „Begegnungskommunikation“ - weit besser als im jeweiligen Firmensitz des ausstellenden bzw. besuchenden Unternehmens.
Zur Schaffung einer entsprechenden stimmigen Standatmosphäre ist nicht unbedingt die Größe der Standfläche entscheidend. Wichtig ist, das Geschehen auf dem Messestand gut funktionieren zu lassen. Ein gutes Beispiel einer Begegnungskultur ist die praktizierte, sogenannte „Wassergeste“ eines großen Unternehmens: Der ankommende Besucher erhält wortlos, mit einem Lächeln, ein Glas Mineralwasser. Die Signale lauten: „Atmen Sie auf! Erholen Sie sich! Setzen Sie sich ganz einfach in unsere ruhige Lounge und/oder beschäftigen Sie sich ungestört mit Ihrem Notebook!“ Anschließend kann der Besucher ein Gespräch mit einem Firmenvertreter suchen – oder ganz einfach: weiterziehen…
Wichtig ist, dass der Messestand in der Masse der Präsentationen positiv auffällt. Wichtig ist natürlich die Verarbeitungsqualität des Messestandes, da dies unbewusst wahrgenommen wird.
Darüber hinaus müssen Unternehmensphilosophie und Standkonzept ein harmonisches Ganzes bilden. Um dies zu erreichen, sollten der Messebauer frühzeitig in die Messeplanung einbezogen werden. Und der Kunde sollte möglicherweise den Messebauer in dessen Firmengebäude aufsuchen. Es zeigt sich dann, ob Aussteller und Messebaufirma ähnliche Grundhaltungen haben - wichtig für eine „stimmige Chemie“. Meistens ergeben sich dann hierdurch langjährige Geschäftsbeziehungen.
Nicht der um drei Prozent billigere Teppichboden ist entscheidend, sondern die Verlässlichkeit auch in der heiklen Schlussphase des Standaufbaus.
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Messeengagement im Ausland
Kollegen und Verbände sind verlässliche Quellen, um Infos über ausländische Messestandorte zu bekommen. Dies meinen ca. 70% der Unternehmen, die sich im Ausland präsentieren möchten. 20% kontaktieren das Messereferat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Ca. 30 % verlassen sich auf eigene Erfahrungen und engagieren teilweise die Auslandstöchter.
Je nach Auslandserfahrung des Unternehmens und Lage des Messeortes können auch Gemeinschaftsstände der Bundesregierung interessant sein, denn abhängig von den Bedingungen im Ausstellerland ist routinierte staatliche Unterstützung hilfreich.
Logistische Herausforderungen, Sprach- und Mentalitätsprobleme, Zollabfertigung und andere Schwierigkeiten verstärken nur allzu oft die Hektik rund um Messevorbereitungen und Standaufbau. Ein international erfahrener Messsebaupartner gibt gerade in der Schlussphase ein beruhigendes Gefühl.
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Heutiger Messebau: Global und mehr kosmopolitisch
Noch vor 20 Jahren galt für international agierende Aussteller, dass ein angestrebtes einheitliches Erscheinungsbild, länderspezifische Formensprache berücksichtigen müsse. Ein Kompromiss, der oft als unharmonisch empfunden wurde.
Die zunehmende Globalisierung der Märkte lässt heute aber ein universelleres Design in der Standgestaltung ohne Akzeptanzverlust zu. Dieses grenzüberschreitende Umdenken hat auch einen begrüßenswerten rationellen Effekt: Aussteller können einheitlicher ihren Messeauftritt planen, Komponenten ganzer Standbereiche in vielen Ländern einsetzen und können diese im Gegenzug durch großzügigere Räumlichkeiten und raffiniertere Lichteffekte aufwerten.
Konsequenterweise werden sich international agierende Messebauer auf Dauer für mehr oder weniger enge Kooperationen entscheiden, um den globalen vielfältigen und gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Ein Beispiel wäre die angesprochene Lichttechnik auf hohem Niveau und der damit verbundene unverhältnismäßig große Investitionsbedarf.
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Immer beliebter: "Luftige" Deckenabhänger
Eine abgeständerte oder abgehängte Decke hat die Funktion, den Messestand abzuschirmen und der Befestigung von Lichteffekten, Werbebannern etc. zu dienen. Immer strenger werdende Brandschutzauflagen – wie Sprinkleranlagen – verteuern die geschlossene Bauweise jedoch außerordentlich - und Sprinkler sind wenig attraktiv.
Daher setzen moderner Stände zunehmend auf luftige und großzügige Bauweise ohne Wände und rücken somit eine offene Deckenstruktur weit mehr in die Gestaltungsüberlegung. Neben Licht und Technik trägt diese Deckenstruktur weitere dekorative Elemente – sehr oft abgehängte Stoffbahnen - und prägt dadurch verstärkt Atmosphäre und Erscheinungsbild des Messestandes. Auch lassen sich durch Höhenstaffelungen interessante Noten einbringen und Standbereiche andeuten.
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Messeauftritt : Gerade auch im Internet-Zeitalter
Kostenbewußte Stimmen in den Unternehmen appellieren mit Hinweis auf das sehr dominante Internet, Messebeteiligungen zumindest zu reduzieren: „Business läuft heute fast nur noch über das Internet, somit entwickelt sich die Messebedeutung gegen Null“. Was man aber auch in letzter Zeit beobachten werden kann und von Messeorganisatoren bestätigt wird, ist: Man hat wieder Lust auf Messen.
Aber fest steht auch – jede Messebeteiligung wird intensiv geprüft, Marketingziel und das Kosten-Nutzen-Thema differenzierter betrachtet.
Eine Chance für den Messebauer, sich mehr in diesem Prozess beim Kunden einzubringen, um dessen Messeauftritt professioneller, zielorientierter und effizienter zu machen. Weil nicht mehr die Notwendigkeit einer Messe diskutiert werden muss, sondern das zielorientierte Konzept frühzeitig im Vordergrund steht, kann ein Messebauunternehmen effizienter im Sinne des Ausstellers agieren.
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